Eine wirtschaftlich stabile Lage und wegweisende Innovationsprojekte sind die zentralen Stichpunkte im Geschäftsbericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für 2018. In der Gruppe stieg der Umsatz um 2,3 Prozent auf 139,8 Millionen Euro. wobei für die Kerngesellschaft dpa GmbH ein geringfügiger Rückgang um 0,6 Prozent auf 93,0 Millionen Euro zu verbuchen war. Davon entfielen rund 70 Prozent auf Erträge aus Wortdiensten. Der Jahresüberschuss stieg um 22,5 Prozent auf 1,491 Millionen Euro, wobei der vor einem Festakt zum 70-jährigen Bestehen vorgelegte Geschäftsbericht auf besondere Einmaleffekte der Ertragsentwicklung hinweist. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzwachstum von ein bis eineinhalb Prozent erwartet.

Die Zahlen zeigen, dass sich die dpa-Gruppe in einem komplexen Marktumfeld erfolgreich entwickelt und strategisch auf dem richtigen Weg ist, erklärte der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung, Peter Kropsch, in einer Pressemitteilung. Sein Blick geht sowohl auf das Kerngeschäft mit Medien als auch auf neue Geschäftsbereiche: Es ist uns gelungen, unsere Kunden bei der Transformation in digitale Medienhäuser eng zu begleiten und dafür die richtigen Angebote bereitzuhalten. Gleichzeitig haben wir unser Geschäft im Business- und Governance-Bereich weiter ausgebaut. Ein spürbares Risiko sei der anhaltende Auflagenverluste bei den Zeitungen, heißt es im Geschäftsbericht. Als ermutigend wird der steigende Anteil kostenpflichtiger Digitalangebote am Gesamtumsatz der Branche gewertet.

Chefredakteur Sven Gösmann erklärte: In einer Zeit, in der die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten weltweit schwieriger geworden ist, gilt dpa mehr denn je als starke, unabhängige und verlässliche Stimme. Der Geschäftsbericht weist auf politischen Druck und Gewalt gegenüber Journalisten hin, nennt die permanenten Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die Presse und die schwierige Situation für freie Berichterstattung in der Türkei sowie besorgniserregende Entwicklungen in Ungarn und Polen.  Aber auch in Deutschland hat sich die Situation für die Berichterstatter weiter zugespitzt – insbesondere bei den Vorkommnissen im August 2018 in Chemnitz. Dort wurden Medienvertreter, darunter auch dpa-Foto­grafen, körperlich angegriffen und rüde beschimpft.

Die Zahl der Beschäftigten in der dpa GmbH blieb 2018 mit 679 im Wesentlichen unverändert. Unter ihnen sind 454 Redakteure, wobei der Frauenanteil bei 38,3 Prozent liegt. In der dpa-Gruppe stieg die Zahl der Beschäftigten von 1178 auf 1191.

In Deutschland ist dpa an 54 Standorten vertreten, im Ausland an 94 Standorten (32 in Asien und Nahost, 30 in Europa, 20 in Afrika, 10 in Amerika und 2 in Australien und Neuseeland).

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