In einer "aktiven Mittagspause" gingen nach Angaben von verdi rund 100 Mitarbeiter  von dpa in Berlin mit Transparenten vor die Zentrale der Deutsche Presse-Agentur in Berlin-Mitte, um ihrem Unmut über die schleppenden Tarifverhandlungen Ausdruck zu verleihen.

 

 

In diesem Jahr feiert dpa ihren 70.Jahrestag, bei Twitter und anderen sozialen Medien finden sich unter dem Hashtag #dpa70 viele spannende Einblicke zum Agenturjournalismus. Viele dpa-Journalisten beteiligen sich engagiert an diesem Jahrestag. Gleichzeitig ziehen sich die Tarifverhandlungen hin. Der bisherige Tarifvertrag ist im Januar ausgelaufen. Für die bundesweit rund 800 Beschäftigten (Redakteure und Angestellte der dpa-Mutter und der Töchterunternehmen) fordern die Gewerkschaften Lohnerhöhungen von jährlich mindestens zwei Prozent, um die Inflationsentwicklung auszugleichen. Für einen neuen Tarifvertrag gab es nach Angaben der Gewerkschaften DJV und verdi bislang schon fünf Verhandlungsrunden, die nächste ist für Anfang Juli angesetzt.

Seit Jahren ist die unterschiedliche Vergütung für Mitarbeiter der Muttergesellschaft dpa GmbH und der Tochtergesellschaften ein Streitpunkt in den Tarifverhandlungen. Uns geht es auch um Solidarität. Hier stehen Beschäftigte von Mutter- und Töchterunternehmen nebeneinander, sagt Gesamtbetriebsratsvorsitzende Andrea Hellmich. Nach einem Bericht der tageszeitung reagierte die Pressestelle von dpa mit der Mitteilung, Chefredaktion und Geschäftsführung hätten die Aktion zur Kenntnis genommen.  Zu Beeinträchtigungen in der Nachrichtenproduktion sei es nicht gekommen. Jetzt gelte es einen Kompromiss zu finden, der den Marktbedingungen wie den Forderungen der Beschäftigten Rechnung trage.

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