Punkig mit einem Irokesenschnitt in pink - so präsentiert das DJV-Magazin "journalist" die Deutsche Presse-Agentur in ihrer letzten Ausgabe des Jahres. Dass sich Nachrichtenagenturen "neu erfinden" müssen - davon ist schon länger die Rede. Die Titelgeschichte von Petra Sorge erläutert, welche Bausteine für neue Erfindungen bei dpa aktuell besonders im Blick sind. Sie zitiert dpa-Chefredakteur Sven Gösmann mit der Erklärung, dass sich dpa zunehmend als "Technikdienstleister" verstehe. Dazu passt die Übernahme von Buzzrank in diesem Jahr - die Firma ist auf die Analyse von Social-Media-Inhalten spezialisiert - ebenso wie das Startup-Zentrum Next Media Accelerator. In Hackathons wie zuletzt dem "PicturePunk" werden neue Software-Entwicklungen erkundet - hierauf bezieht sich auch das den Titel prägende Zitat von Nachrichtenchef Froben Homburger: "Die dpa muss einfach punkiger werden." Vielfältiger will dpa auch beim Personal werden. Gösmann vergleicht dies mit den Unterschieden der Berliner Bezirke: "Ein bisschen mehr Marzahn und etwas weniger Mitte darf es schon sein". Deswegen gibt es auch Veränderungen bei der Auswahl von Volontären - statt des bisherigen Verfahrens mit einem Praktikum in einem der Landesbüros gibt es im neuen Jahr ein Assessment Center. Neben Reportern, Redakteuren und Fotografen sollen auch Produktmanager, Entwickler und Experten für die Schnittstellen zwischen Redaktion, Technik und Vertrieb ausgebildet werden. 

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