Alles neu bei der SDA: Die Schweizerische Depeschenagentur hat eine Fusion mit der Bildagentur Keystone beschlossen. Bislang hielten SDA und die österreichische APA jeweils 50 Prozent an Keystone. Im Gegenzug beteiligt sich die APA mit 30 Prozent an dem neuen Unternehmen Keystone-SDA, wie die beteiligten Nachrichtenagenturen mitteilten. Die APA werde im Verwaltungsrat vertreten sein und die weitere Entwicklung als "strategischer Technologiepartner" begleiten, erklärte die SDA. Die integrierte Produktion von multimedialen Inhalten aus einer Hand werde den Kunden zugute kommen, versprechen die Vorstandschefs von SDA und Keystone, Markus Schwab und Jann Jenatsch. Beide gehören der neuen Geschäftsleitung an. In den Verwaltungsrat kommen die APA-Manager Clemens Pig und Karin Thiller dazu. Die neu aufgestellte Agentur werde das Geschäft mit Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen ausbauen, kündigte SDA an. Mit zusammen rund 300 Mitarbeitern (davon 75 zuletzt bei Keystone) kommt Keystone-SDA dann auf einen Jahresumsatz von 51 Millionen Franken. Die Wettbewerbsbehörden der Schweiz und Österreichs sowie die Aktionärsversammlungen von SDA und Keystone müssen noch zustimmen.

Nicht mehr dabei ist künftig der SDA-Chefredakteur und Verkaufsleiter Bernard Maissen, der nahezu 25 Jahre für die Agentur tätig war. Er sei an der Neuausrichtung beteiligt gewesen, habe aber schließlich andere Vorstellungen verfolgt, sagte Jenatsch dem Online-Portal persoenlich.com. "Bernard Maissen wollte eine zentrale Organisation in Bern, wir sahen viel mehr Struktur mit 'Hubs' in Zürich, Bern und Lausanne." 

 

 

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