Der internationale Informationskonzern Thomson Reuters streicht 2000 der insgesamt 48 000 Arbeitsplätze, "um seine Geschäfte zu straffen". Betroffen sind Beschäftigte an 150 Standorte in 39 Ländern. "Es geht um Vereinfachung und den Verzicht auf Bürokratie und die Streichung von Ebenen, die alles nur komplizierter und uns langsamer gemacht haben", erklärte Vorstandschef Jim Smith. Die Nachrichtenredaktionen bleiben von den Kürzungen unberührt, wie aus einer Reuters-Meldung weiter hervorgeht. 

Zuvor hatte Thomson Reuters die Geschäftszahlen für sein drittes Quartal bekannt gegeben. Der Quartalsumsatz blieb mit 2,74 Milliarden Dollar weitgehend auf dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraum, ebenso der Betriebsgewinn von 385 Millionen Dollar. Für die anstehende Umstrukturierung im Konzern plant Thomson Reuters eine Belastung von 200 bis 250 Millionen Euro im vierten Quartal ein.