Anuj Chopra hat im AFP-Blog eindringlich beschrieben, wie mühsam seine Recherche über die gängige Praxis des Kindesmissbrauchs durch Polizeichefs und Soldaten in Afghanistan gewesen ist. Monatelang suchte er in drei afghanischen Provinzen nach Opfern der als bacha bazi bezeichneten Praxis, kleine Jungen zu entführen und als Sexsklaven zu halten. Kurzfristig werde diese Art der Menschenrechtsverletzung kaum zu überwinden sein, resümiert Chopra. Die meisten Opfer und ihre Familien könnten nicht auf eine Strafverfolgung der Täter hoffen. Aber vielleicht, so schließt der Reporter, gibt es einen Hoffnungsschimmer, jetzt, da eine Bresche in die Mauer des Schweigens geschlagen ist.

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