Mit fast zwei Eilmeldungen pro Tag war das Jahr 2016 für dpa besonders nachrichtenintensiv gewesen. In einem Beitrag für den Branchendienst krass.de hat dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger zurückgeblickt und den Entscheidungsprozess betrachtet, der dazu führt, dass die Redaktion einer Nachricht diese hohe Priorität gibt und ihr damit für besondere Beachtung sorgt. Eine Nachrichtenagentur, so gibt er als "oberstes Credo" vor, sollte "sich keinem Alarmismus hingeben, sondern Ereignisse immer besonnen priorisieren - erst recht dann, wenn die Aufregung in den sozialen Medien besonders groß ist". 

 

Mit etwa 1200 Eilmeldungen des Jahres reichte das Jahr kaum an den dpa-Durchschnitt von 1400 Eilmeldungen in den Jahren 2000 bis 2012 heran, übertraf aber deutlich den Schnitt der Jahre 2013 bis 2015 mit knapp 1000. Zudem gab es erstmals seit mehr als 20 Jahren auch wieder zwei Blitzmeldungen zu unterschiedlichen Ereignissen - dem britischen Brexit-Votum und dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA. Zwölf besonders atemlose Tage fielen in das Sommerloch: Vom 14. bis 25. Juli hielten mehr als 100 Meldungen die Redaktion in Atem.

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