Die Deutsche Presse-Agentur verlässt die European Pressphoto Agency (epa), die Bildagentur-Allianz europäischer Nachrichtenagenturen. 30 Jahre nach Gründung des Verbunds teilte dpa mit, dass sie mit Beginn des neuen Jahres kein Gesellschafter der epa mehr sein werde. Die meisten Auslandsfotos im dpa-Bilderdienst kommen dann nicht mehr von den Fotografen der epa-Agenturen, sondern von AP.

Die Trennung hatte sich schon mit Beginn der Zusammenarbeit zwischen dpa und AP seit Ende 2012 abgezeichnet - damals schlossen die Nachrichtenagentur-Marktführer in Deutschland und den USA eine enge Partnerschaft. Vorausgegangen war der Verkauf des deutschsprachigen AP-Dienstes Ende 2009 mit der anschließenden Bildung der Nachrichtenagentur dapd, die im Oktober 2012 überraschend Insolvenz angemeldet hatte und im April 2013 ihren Dienst einstellte. Neben der Verbreitung des englischsprachigen Europa-Nachrichtendienstes und der deutschsprachigen AP Weltnachrichten vermarktet dpa auch den European Photostream von AP. Künftig hat epa damit nur noch neun Gesellschafter, angeführt von der spanischen Agentur EFE, die nach Informationen von kress.de den dpa-Anteil von 23,9 Prozent übernimmt. Damit wird der Markt der aktuellen Bilderdienste neu sortiert. Zu den großen Playern gehören neben dpa und AP auch Reuters, AFP, Xinhua und Bildagenturen wie Getty Images oder Action Press.   

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