Kress.de hat den dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger zur Identifizierung von Prozessbeteiligten befragt. Anlass war die Kritik der Bild-Zeitung an richterlichen Anordnungen, Fotos von Angeklagten so zu verpixeln, dass diese nicht zu erkennen sind. In jedem Einzelfall, so sagt Froben Homburger zur Haltung bei dpa, muss geprüft werden, ob dieses öffentliche Informationsinteresse schwerer wiegt als das Interesse des Täters an einem Schutz seiner Persönlichkeit und seiner informationellen Selbstbestimmung. Diese Abwägungen müssen wir immer wieder auch selbst und ohne richterliche Verfügungen vornehmen.

Die Rechtsabteilung der Nachrichtenagentur hat in den vergangenen Jahren mehr Arbeit bekommen: Die Zahl der presserechtlichen Informationsschreiben von Anwälten habe zugenommen, halte sich aber noch in einem überschaubaren Rahmen: Grob überschlagen kommen am dpa-Newsdesk im Monatsdurchschnitt ungefähr zwei presserechtliche Informationsschreiben an. Hier das  vollständige Interview von kress.de

 

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